73 Fledermäuse: Technik trifft Naturschutz

Der Nachwuchs unseres Ortsverbandes blickt auf eine spannende Fledermaus-Beobachtung zurück.

Auf Anregung der Fledermausgruppe der Stadt Rosenheim und örtlicher Naturschutzorganisationen traf sich eine Gruppe Interessierter am RoMed Klinikum. Das Ziel: Die Tiere beim Ausschwärmen in der Dämmerung zu beobachten und zu zählen. Auch ein Team unserer Jugendgruppe war zusammen mit seinen Eltern mit von der Partie.

Selbstgebaute Technik im Einsatz
Die Beteiligten waren mit speziellen Fledermausdetektoren ausgestattet. Das Besondere daran: Die Jugendlichen und auch Mitglieder des LBV haben diese Geräte unter Anleitung von Klaus (DL8MEW) als Projekt der Funkamateure selbst gebaut.

Die Abendstunden sind der ideale Zeitraum für die Beobachtung, da die Tiere dann ihre Quartiere in den Spalten der Fassadenverkleidung verlassen, um mit der nächtlichen Jagd zu beginnen.

Was hat das mit Amateurfunk zu tun?
Mancher mag sich fragen, wie Fledermäuse und Funktechnik zusammenpassen. Die Antwort liegt im Gerät selbst: Neben der Nachwuchsförderung durch das gemeinsame Basteln ist vor allem das Innenleben der Detektoren für uns Funkamateure spannend.

Die Ultraschallwellen der Fledermäuse werden mittels eines VFO auf eine hörbare Frequenz gemischt, gefiltert und verstärkt. Dieses Überlagerungsprinzip (Superhet) gehört zum Grundwissen im Amateurfunk. Ob man nun Hochfrequenz (HF) oder Ultraschall verarbeitet, macht technisch gesehen kaum einen Unterschied.

Ein passendes Ergebnis
Unser Nachwuchs-Bastler Fynn (im Bild zu sehen) war besonders aufmerksam und zählte genau 73 Fledermäuse. Ein passenderes Ergebnis hätte man sich im Amateurfunk kaum wünschen können! Wie berichtet wurde, handelte es sich bei den beobachteten Tieren hauptsächlich um Abendsegler und Zwergfledermäuse.

Weitere Infos: https://www.charly14.de/bastelprojekte/

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