Die Versammlung war gut besucht und die Stimmung locker und sehr freundschaftlich. Chris DL1COM leitete die Versammlung. Haupthemen: – Flohmarkt in Siegsdorf am Samstag, den 21. März 2026, von 9:00 bis 13:00 Uhr. Ort: Festsaal Siegsdorf, Blaue-Wand-Straße 1–2, 83313 Siegsdorf – Vorstandswahl bei der nächsten OV Versammlung am 10. April.
Die Februar OV Versammlung drehte sich neben dem geselligen Treffen um die Vorstellung der neuen digitalen Funktechnik FreeDV.
Unser Vorstand Dennis (DB6DB) hielt dazu einen einführenden Vortrag, welcher uns OMs schon sehr neugierig auf diese Technik machte. Verspricht sie doch eine leichte Implementierung für eine Sprachübertragung die viel Bekanntes in den Schatten stellt.
Dennis (DB6BD) und Stephan (DL3SH) haben dazu eine kleine Funkstrecke aufgebaut, sodass jeder FreeDV ausprobieren konnte. Für viele war dies dann ein tolles Erlebnis, die Stimme des Funkpartners klar und ohne jegliches Rauschen zu hören.
Nachfolgend gebe ich einen kurzen Überblick über diese Funktechnik:
FreeDV: Die digitale Stimme auf Kurzwelle
Habt ihr euch schon mal gefragt, warum wir im 21. Jahrhundert auf Kurzwelle immer noch fast ausschließlich analoges SSB nutzen, während unsere Smartphones Gigabits übertragen? Die Antwort lautet oft: „Weil digitales Voice auf HF schwierig ist.“ Doch genau hier setzt FreeDV an. Es bringt die digitale Sprache dorthin, wo sie am meisten gebraucht wird: mitten in das Rauschen der Kurzwellenbänder.
FreeDV ist ein Open-Source-Protokoll für digitale Sprachübertragung (Digital Voice) auf Kurzwelle. Im Gegensatz zu kommerziellen Systemen wie D-STAR oder C4FM sind hier sowohl das Protokoll als auch der Sprachcodec vollständig frei verfügbar.
a) Was ist FreeDV? Die Technik hinter dem Signal
Technische Eckdaten
Der Codec: Das Herzstück ist der Codec2, entwickelt von David Rowe (VK5DGR). Er ist darauf optimiert, Sprache extrem stark zu komprimieren (von ca. 700 bit/s bis 1600 bit/s).
Modulation: FreeDV nutzt meist OFDM (Orthogonal Frequency Division Multiplexing) mit mehreren Unterträgern (z. B. 14 bis 31 QPSK-Träger). Das macht das Signal sehr robust gegen das typische selektive Fading auf Kurzwelle.
Bandbreite: Hier spielt FreeDV seine Stärken aus. Ein Standard-FreeDV-Signal belegt nur etwa 1,1 kHz bis 1,6 kHz Bandbreite – das ist nur die Hälfte eines herkömmlichen SSB-Signals (2,4 kHz bis 2,7 kHz).
Neuheit RADE: Seit 2025/2026 sorgt die RADE-Technologie (Radio Autoencoder) für Aufsehen. Sie nutzt neuronale Netze, um trotz geringster Bandbreite eine Audioqualität von 8 kHz (fast UKW-Niveau) über Kurzwelle zu übertragen.
Das Schöne an FreeDV: Du musst dir kein neues Funkgerät kaufen. Jeder herkömmliche SSB-Transceiver ist FreeDV-tauglich.
b) Dein Weg auf Sendung: Das benötigte Equipment
Hardware:
Ein HF-Transceiver mit SSB-Funktion.
Ein PC/Laptop (Windows, Linux oder MacOS), Raspberry Pi 5 (Pi 4 geht gerade noch).
Ein Soundkarten-Interface (z. B. SignaLink, RigExpert oder das interne USB-Interface moderner Transceiver), um den PC mit dem Funkgerät zu verbinden.
Software:
Die offizielle FreeDV GUI-Software (aktuell Version 2.2.x).
Ein zweites Audio-Device (z. B. ein einfaches USB-Headset) für dein Mikrofon und den Lautsprecher am PC.
Alternative: Es gibt spezialisierte Hardware wie das SM1000, ein Handmikrofon mit eingebautem Prozessor, das FreeDV ganz ohne PC ermöglicht.
c) Licht und Schatten: Vor- und Nachteile
Vorteile:
Überlegenheit bei schwachen Signalen: In Modi wie 700D (700 bit/s) ist FreeDV noch lesbar, wenn analoges SSB im Rauschen komplett untergeht. SNR bis zu -2db! Kein Rauschen: Digital bedeutet: Entweder du hörst die Stimme glasklar (oder mit leichten Artefakten), oder du hörst gar nichts. Das ermüdende Rauschen von SSB entfällt. Schmales Signal: Du verbrauchst weniger Platz im Band und bist effizienter mit deiner Sendeleistung. Open Source: Keine Lizenzgebühren, keine Abhängigkeit von einem Hersteller.
Nachteile:
Exakte Abstimmung: Der Empfänger muss sehr exakt auf die Sendefrequenz abgestimmt werden. Die maximale Abweichung darf nicht mehr als +/- 25 Hz betragen. Das ist eher ein Problem auf UKW. Pegeleinstellung: Die Einstellung der Audiopegel zwischen PC und Funkgerät muss präzise sein, um das Signal nicht zu verzerren (ALC vermeiden!). Latenz: Durch die digitale Verarbeitung entsteht eine kleine Verzögerung beim Sprechen.
d) Ausblick: Wohin geht die Reise?
FreeDV ist keine statische Technik, sondern ein lebendiges Experimentierfeld. Die Integration von KI-basierten Codecs (RADE) ist erst der Anfang. Es gibt bereits erste Transceiver, die FreeDV nativ unterstützen, ohne dass ein PC nötig ist. In einer Zeit, in der das solare Maximum uns zwar tolle Bedingungen beschert, die Bänder aber auch immer voller werden, ist eine schmalbandige, digitale Lösung wie FreeDV der logische nächste Schritt für unseren Funkbetrieb.
Du willst es ausprobieren? Die meisten Aktivitäten findest du auf 14.236 MHz (USB) oder 7.190 MHz. Lad dir die Software runter, hör erst mal rein (das geht sogar über WebSDRs!) und genieße die digitale Kurzwelle!
FreeDV Aktivitätszentren (Frequenzen)
Wichtig : FreeDV wird immer in USB betrieben, auch auf den unteren Bändern (80m/40m), wo man normalerweise LSB nutzt.
Band Frequenz (USB) Anmerkung 80m 3.625 MHz / 3.643 MHz Regionaler Funkverkehr 40m 7.177 MHz / 7.190 MHz Sehr aktiv in Europa 20m 14.236 MHz Hauptfrequenz weltweit 17m 18.155 MHz Bei guten DX-Bedingungen 15m 21.313 MHz DX-Frequenz 12m 24.943 MHz Gelegentliche Nutzung 10m 28.330 MHz / 28.720 MHz Für Versuche bei offenem Band
Tipp : Da man digitale Signale auf dem Wasserfall nicht immer sofort als „FreeDV“ identifiziert, empfiehlt sich ein Blick in den FreeDV QSO Finder (https://qso.freedv.org/). Dort tragen sich Stationen ein, die gerade auf Sendung sind oder auf einen Anruf warten.
Am Freitag den 13. Februar ist wieder OV-Abend ab 18 Uhr beim Kirchenwirt in Pang. Dieses Mal stellen wir FreeDV vor. Damit lassen sich 8 kHz Audio über 1,5 kHz HF-Bandbreite übertragen.
ich freue mich, euch recht herzlich zum Weihnachts OV-Abend einladen zu dürfen. Anstelle einer nüchternen Agenda möchte ich euch über die Besonderheiten dieses Anlasses zu informieren.
Wir treffen uns a. 12. Dezember 2025 ab 18 Uhr beim Kirchenwirt in Pang. Wir haben wieder den großen Saal reserviert, da wir nicht nur unsere Mitglieder, sondern auch deren Familienmitglieder und Freunde einladen. Bringt also gerne eure Partner, Kinder, Enkel und Freunde mit. Neben den kulinarischen Spezialitäten des Hauses gebe ich dieses Mal Weihnachsschmankerl aus. Dazu gehören die saisonüblichen Gebäckspezialitäten, Glühwein und für alle Fahrer gibt es als Alternative auch Früchtepunsch. Der Nikolaus legt eine Sonderschicht ein und verteilt noch ein süßes Dankeschön an alle, die sich dieses Jahr besonders für den OV engagiert haben.
Da unser lieber Otto, DL2LG aus gesundheitlichen Gründen leider nicht mehr am Amateurfunk teilnehmen kann, habe ich ihm versprochen, seine Geräte noch ein Mal am OV-Abend anzubieten. Folgende Geräte und Preise stehen zum Angebot:
ICOM IC-756 PRO II inklusive ICOM PS-125 Schaltnetzteil und ZLP Electronics MiniProSC USB Soundkarteninterface für Digi-Modes, 750 €
Selbstbau, Leuchtgas 811A 500 W Röhrenendstufe für Kurzwelle, 500 €
Selbstbau, Symmetrischer Christian Koppler mit DO6ZB Steuergerät, 300 €
Die Technische Hochschule Rosenheim besitzt seit 1998 eine eigene Amateurfunkstation. Die Zusammenarbeit mit unserem Ortsverband (OV C14) trägt bereits Früchte.
Ich hatte auf Einladung von Günter DL4GLE, dem Betreuer der Station und Mitarbeiter der TH Rosenheim, kürzlich die Gelegenheit das Shack, die Antennen und das Labor für Nachrichtenübertragung / Digitale Signalverarbeitung zu besuchen.
Die Amateurfunkstation richtet sich primär an interessierte Studenten, die das Equipment auch für studienrelevante Arbeiten nutzen können.
Mit unserem OV besteht eine gute Zusammenarbeit durch die Aufstellung der Remotestation und die Benutzung der dazugehörigen Antennen: Fritzel 6-Band Beam FB-DX-460 für 10m-30m mit Rotor und eine Diamond X50 für 2m/70cm.
Wie mir Günter berichtet, wird die Remotestation inzwischen recht eifrig genutzt.
Auch eine QO-100-Verbindung konnte erfolgreich realisiert werden, wofür eine große Parabolantenne mithilfe unseres OV installiert wurde. Wir unterstützen zudem die Nachwuchsprogramme der TH mit einem Vortrag, Info-Material und zukünftigen Aktivitäten.
Nachdem ein Sturm einige Antennen auf dem Dach der Hochschule stark beschädigt hatte, konnte ein Großteil des Schadens wieder repariert werden . Günter plant jedoch, dank ausreichend Platz auf dem Dach eine neue Drahtantenne für die unteren KW-Bänder zum Nachbargebäude zu spannen.
Wir hoffen, dass diese hervorragenden Möglichkeiten das Interesse vieler Studierender wecken und somit zur Gewinnung von neuem Amateurfunk-Nachwuchs beitragen.
Vielen Dank an Günter DL4GLE für die interessante Führung und die gute Zusammenarbeit.
Am Freitag den 14. November 2025 treffen wir uns ab 18 Uhr beim Kirchenwirt in Pang.
Wir haben bisher noch keine Vorschläge oder Wünsche für die Jahresplanung 2026 erhalten. Bitte überlegt euch, was wir nächstes Jahr gemeinsam unternehmen wollen.
Unser Relaisstandort und Hamnet-Knoten auf der Bergstation Hochries (DB0TR/DB0HOB) war zum sicheren Betrieb bisher nur auf die stabile Energieversorgung aus dem öffentlichen Netz angewiesen.
Eine Notstrom-Option, welche auch den Weiterbetrieb nach dem Ausfall des Netzstroms gewährleistet, wurde nun von unseren Jungs im C14 OV erfolgreich installiert.
Die größten Ausgaben für die Ladetechnik und Mechanik wurden dankenswerterweise vom DARC im Rahmen der „Solarförderung / Autarke Stromversorgung“ finanziert.
Die Anlage besteht aus 20 parallel geschalteten Blei-Gel Akkus mit einer Gesamtkapazität von ca. 2.000Ah und einer Nennspannung von 12V. Damit kann ein Notstrombetrieb von einer knappen Woche sichergestellt werden. Zu diesem Zweck wird das DB0TR Relais automatisch auf QRP-Betrieb umgeschaltet. Ist der Strom aus dem öffentlichen Netz nach einem Ausfall wieder vorhanden, werden die Akkus zügig mit bis zu 210A wieder aufgeladen.
Unser besonderer Dank gilt allen, die sich für Planung, Aufbau, Transport und Installation der Notstromversorgung engagiert haben, insbesondere: Stephan – DL3SH, Andreas – DH9AT, Axel – DO6TK, Dennis – DB6DB, Johannes –DL2WAA, Holger – DG3CR, Jakob – DL5KM und Xaver – DB2XF.
Hallo ihr lieben, am kommenden Freitag den 10. Oktober treffen wir uns ab 18 Uhr zum ersten Mal beim Kirchenwirt in Pang, nachdem unser bisheriger Wirt Gerhard Fuchs diese Wirtschaft übernommen hat.
Wir geben Informationen zu unser aktualisierten Relaisfunktechnik und suchen noch Helfer für einen abschließenden Kraftakt um am Standort Hochries notstromfähig zu werden.
Außerdem bitten wir um Wünsche und Vorschläge für das kommende Jahr.
Die wichtigen Informationen findet man unter folgendem Link: Projekt Phoenix.
Das Organisationsteam arbeitet noch auf Hochtouren, wir wünschen Euch viel Spaß bei der Verfolgung der Aktivitäten und den Teilnehmern viel Erfolg.
Cécile DE1CEC
Cécile, DE1CEC bei der „Eingangskontrolle“ der bereits für unser Projekt eingetroffenen oder gespendeten Bauteile. Fortsetzung folgt …
Klaus, DL8MEW
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