Umwelttag in Rosenheim

Zahlreiche Stände auf dem Max-Josefs-Platz in Rosenheim zeigten beim diesjährigen Umwelttag ihren Bezug zur Ökologie, insbesondere mit Fokus auf die Region. Auch unsere AJW-Abteilung (Ausbildung, Jugendarbeit und Weiterbildung) war mit von der Partie.

Dank seiner guten Kontakte ermöglichte Klaus (DL8MEW), unser engagierter AJW-Ressortleiter, eine Kooperation mit dem Landesbund für Vogelschutz (LBV). So konnten wir direkt neben deren Stand ausstellen. Die selbst gebauten Fledermausdetektoren unserer Jugendgruppe stellten dabei die perfekte Verbindung zu den regionalen Umweltaktivitäten dar.

„Viele an der Jugendarbeit interessierte Kinder sowie deren Eltern haben unseren Stand besucht“, freute sich Klaus. „Damit konnten wir der Öffentlichkeit einmal mehr das vielseitige Engagement der Funkamateure präsentieren.“

Klaus (DL8MEW) und seine Helfer Walter (DO9TA) sowie Jörg (DO1HOZ) zeigten verschiedene Fledermausdetektoren und weitere Bastelprojekte, die sowohl Kinder als auch Jugendliche und interessierte Naturbeobachter begeisterten. Unser herzlicher Dank gilt dem LBV für die Gastfreundschaft und die gelungene Zusammenarbeit.

73 Fledermäuse: Technik trifft Naturschutz

Der Nachwuchs unseres Ortsverbandes blickt auf eine spannende Fledermaus-Beobachtung zurück.

Auf Anregung der Fledermausgruppe der Stadt Rosenheim und örtlicher Naturschutzorganisationen traf sich eine Gruppe Interessierter am RoMed Klinikum. Das Ziel: Die Tiere beim Ausschwärmen in der Dämmerung zu beobachten und zu zählen. Auch ein Team unserer Jugendgruppe war zusammen mit seinen Eltern mit von der Partie.

Selbstgebaute Technik im Einsatz
Die Beteiligten waren mit speziellen Fledermausdetektoren ausgestattet. Das Besondere daran: Die Jugendlichen und auch Mitglieder des LBV haben diese Geräte unter Anleitung von Klaus (DL8MEW) als Projekt der Funkamateure selbst gebaut.

Die Abendstunden sind der ideale Zeitraum für die Beobachtung, da die Tiere dann ihre Quartiere in den Spalten der Fassadenverkleidung verlassen, um mit der nächtlichen Jagd zu beginnen.

Was hat das mit Amateurfunk zu tun?
Mancher mag sich fragen, wie Fledermäuse und Funktechnik zusammenpassen. Die Antwort liegt im Gerät selbst: Neben der Nachwuchsförderung durch das gemeinsame Basteln ist vor allem das Innenleben der Detektoren für uns Funkamateure spannend.

Die Ultraschallwellen der Fledermäuse werden mittels eines VFO auf eine hörbare Frequenz gemischt, gefiltert und verstärkt. Dieses Überlagerungsprinzip (Superhet) gehört zum Grundwissen im Amateurfunk. Ob man nun Hochfrequenz (HF) oder Ultraschall verarbeitet, macht technisch gesehen kaum einen Unterschied.

Ein passendes Ergebnis
Unser Nachwuchs-Bastler Fynn (im Bild zu sehen) war besonders aufmerksam und zählte genau 73 Fledermäuse. Ein passenderes Ergebnis hätte man sich im Amateurfunk kaum wünschen können! Wie berichtet wurde, handelte es sich bei den beobachteten Tieren hauptsächlich um Abendsegler und Zwergfledermäuse.

Das Projekt Fledermausquartiere in der Stadt Rosenheim, welches letztes Jahr durchgeführt wurde und aus den Mitteln der Glücksspirale und des Bayerischen Naturschutzfond gefördert wurde, hat die Datenbasis des Arbeitskreis Fledermausschutz deutlich verbessert. So konnten insgesamt 13 neue Quartiere in der Stadt Rosenheim, sowie ein paar im Landkreis festgestellt sowie zahlreiche bekannte Quartiere wieder bestätigt werden.

Das Projekt hat gezeigt, dass das Stadtgebiet Rosenheim trotz fortschreitender baulicher Verdichtung weiterhin ein hohes Potenzial als Lebensraum für Fledermäuse besitzt. Gleichzeitig wurde deutlich, dass viele frühere Quartierangaben nicht mehr aktuell sind und Winterquartiere nur unzureichend bekannt sind. Kirchen und Brücken spielen derzeit nur eine untergeordnete Rolle als Quartiere, bieten jedoch teilweise Entwicklungspotenzial durch gezielte Maßnahmen.

Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit Quartiersbesitzern, Fachbetrieben und Behörden unter Mitwirkung des Arbeitskreises Fledermausschutz vom LBV.

Auch nach Abschluss des Projektes freut sich der AK Fledermausschutz in Rosenheim über die Meldung von Fledermausquartieren unter der E-Mail

fledermaus@farero.de.

Weitere Infos: https://www.charly14.de/bastelprojekte/

Vortrag: Sonnenaktivität & Space Weather – Einflüsse die Erde

Warum gab es im Januar 2026 Polarlichter bis weit in den Süden? Welche Konsequenzen kann das auf irdische Technik haben?

Die Sonne befindet sich in einer Phase hoher Aktivität. Für uns Funkamateure bedeutet das einerseits spannende Ausbreitungsbedingungen, andererseits birgt das „Weltraumwetter“ erhebliche Risiken für technische Systeme. 
Prof. Dr. Sami Solanki vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung nimmt uns mit in die Welt der solaren Dynamik.

In seinem Vortrag erklärt er die Mechanismen hinter Sonnenflecken, energiereichen Flares und koronalen Massenauswürfen (CME). Wir erfahren aus erster Hand, wie diese Phänomene die Magnetosphäre und die obere Atmosphäre der Erde beeinflussen – von der Entstehung von Polarlichtern bis hin zur massiven Beeinträchtigung von Funknetzen und Satelliten durch Superflares. Prof. Solanki zeigt zudem auf, wie die Forschung versucht, diese Ereignisse mit Missionen wie der ESA-Vigil besser vorherzusagen, um unsere Infrastruktur zu schützen.

  • Wann? Donnerstag, 23.04.2026, 18:30 Uhr
  • Wo? Campus Rosenheim, Raum B023. Durch den TH-Haupteingang, Beschilderung folgen.
  • Wer? Prof. Dr. Sami Solanki (Direktor am MPI für Sonnensystemforschung, Göttingen)
  • Veranstalter: Fakultät für Angewandte Natur- und Geisteswissenschaften / Sternwarte Rosenheim
  • Der Eintritt ist frei

Links & Infos:

Jahreshauptversammlung mit Vorstandswahlen

Andreas, Jörg, Dennis

Die Jahreshauptversammlung am 10. April 2026 brachte personelle Änderungen in der Vorstandschaft sowie ein Resümee der Aktivitäten und Leistungen des vergangenen Jahres.

Die Vorstandswahlen, die von Klaus (DL8MEW) als Wahlleiter durchgeführt wurden, ergaben folgendes Ergebnis:

  • 1. Vorsitzender: Dennis Willigmann (DB6BD), im Amt bestätigt
  • 2. Vorsitzender: Jörg Holzapfel (DO1HOZ), neu gewählt
  • Kassier: Andreas Tscherner (DH9AT), im Amt bestätigt

    Alle Wahlentscheidungen fielen einstimmig und ohne Enthaltungen aus.

    Dennis berichtete anschließend über die wichtigsten Eckdaten des vergangenen Jahres. Besonders erfreulich: Entgegen dem allgemeinen Trend stieg die Mitgliederzahl auf 116 an. Ein Rückblick auf das Jahr 2025 verdeutlichte zudem die vielfältigen Aktionen unserer Ortsgruppe.

    Klaus (DL8MEW) gab einen Einblick in seine umfangreichen AJW-Aktivitäten, die maßgeblich zur positiven Außenwirkung unseres Ortsverbandes (OV) und zur erfolgreichen Mitgliedergewinnung beitragen.

    Andreas (DH9AT) präsentierte anhand verschiedener Diagramme anschaulich die finanzielle Situation. Den größten Anteil an den Einnahmen machten dabei Spenden aus, durch die zahlreiche Projekte realisiert werden konnten.

    In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass unser Ortsverband durch das Engagement vieler Mitglieder und seine vielfältigen Aktionen eine Spitzenstellung im DARC einnimmt.

    Ein Wunsch aus der Runde, das Stadtrelais DB0AV künftig wieder ohne Anbindung an das FM-Funknetz zu betreiben, wurde befürwortet und noch am selben Abend von Stephan (DL3SH) umgesetzt. Damit sind wir auf diesem Relais wieder „unter uns“.

    OV Abend im März

    Die Versammlung war gut besucht und die Stimmung locker und sehr freundschaftlich. Chris DL1COM leitete die Versammlung.
    Haupthemen:
    – Flohmarkt in Siegsdorf am Samstag, den 21. März 2026, von 9:00 bis 13:00 Uhr. Ort: Festsaal Siegsdorf, Blaue-Wand-Straße 1–2, 83313 Siegsdorf
    – Vorstandswahl bei der nächsten OV Versammlung am 10. April.

    Begeisterung beim OV Abend

    Die Februar OV Versammlung drehte sich neben dem geselligen Treffen um die Vorstellung der neuen digitalen Funktechnik FreeDV.

    Unser Vorstand Dennis (DB6DB) hielt dazu einen einführenden Vortrag, welcher uns OMs schon sehr neugierig auf diese Technik machte. Verspricht sie doch eine leichte Implementierung für eine Sprachübertragung die viel Bekanntes in den Schatten stellt.

    Dennis (DB6BD) und Stephan (DL3SH) haben dazu eine kleine Funkstrecke aufgebaut, sodass jeder FreeDV ausprobieren konnte. Für viele war dies  dann ein tolles Erlebnis, die Stimme des Funkpartners klar und ohne jegliches Rauschen zu hören.



    Nachfolgend gebe ich einen kurzen Überblick über diese Funktechnik:

    FreeDV: Die digitale Stimme auf Kurzwelle

    Habt ihr euch schon mal gefragt, warum wir im 21. Jahrhundert auf Kurzwelle immer noch fast ausschließlich analoges SSB nutzen, während unsere Smartphones Gigabits übertragen? Die Antwort lautet oft: „Weil digitales Voice auf HF schwierig ist.“ Doch genau hier setzt FreeDV an. Es bringt die digitale Sprache dorthin, wo sie am meisten gebraucht wird: mitten in das Rauschen der Kurzwellenbänder.

    FreeDV ist ein Open-Source-Protokoll für digitale Sprachübertragung (Digital Voice) auf Kurzwelle. Im Gegensatz zu kommerziellen Systemen wie D-STAR oder C4FM sind hier sowohl das Protokoll als auch der Sprachcodec vollständig frei verfügbar.

    a) Was ist FreeDV? Die Technik hinter dem Signal

    Technische Eckdaten

    Der Codec: Das Herzstück ist der Codec2, entwickelt von David Rowe (VK5DGR). Er ist darauf optimiert, Sprache extrem stark zu komprimieren (von ca. 700 bit/s bis 1600 bit/s).

    Modulation: FreeDV nutzt meist OFDM (Orthogonal Frequency Division Multiplexing) mit mehreren Unterträgern (z. B. 14 bis 31 QPSK-Träger). Das macht das Signal sehr robust gegen das typische selektive Fading auf Kurzwelle.

    Bandbreite: Hier spielt FreeDV seine Stärken aus. Ein Standard-FreeDV-Signal belegt nur etwa 1,1 kHz bis  1,6 kHz  Bandbreite – das ist nur die Hälfte eines herkömmlichen SSB-Signals (2,4 kHz bis 2,7 kHz).

    Neuheit RADE: Seit 2025/2026 sorgt die RADE-Technologie (Radio Autoencoder) für Aufsehen. Sie nutzt neuronale Netze, um trotz geringster Bandbreite eine Audioqualität von 8 kHz (fast UKW-Niveau) über Kurzwelle zu übertragen.

    Das Schöne an FreeDV: Du musst dir kein neues Funkgerät kaufen. Jeder herkömmliche SSB-Transceiver ist FreeDV-tauglich.

    b) Dein Weg auf Sendung: Das benötigte Equipment

    Hardware:

    • Ein HF-Transceiver mit SSB-Funktion.
    • Ein PC/Laptop (Windows, Linux oder MacOS), Raspberry Pi 5 (Pi 4 geht gerade noch).
    • Ein Soundkarten-Interface (z. B. SignaLink, RigExpert oder das interne USB-Interface moderner Transceiver), um den PC mit dem Funkgerät zu verbinden.

    Software:

    • Die offizielle FreeDV GUI-Software (aktuell Version 2.2.x).
    • Ein zweites Audio-Device (z. B. ein einfaches USB-Headset) für dein Mikrofon und den Lautsprecher am PC.
    • Alternative: Es gibt spezialisierte Hardware wie das SM1000, ein Handmikrofon mit eingebautem Prozessor, das FreeDV ganz ohne PC ermöglicht.

    c) Licht und Schatten: Vor- und Nachteile

    Vorteile:

    Überlegenheit bei schwachen Signalen: In Modi wie 700D (700 bit/s) ist FreeDV noch lesbar, wenn analoges SSB im Rauschen komplett untergeht.
    SNR bis zu -2db!
    Kein Rauschen: Digital bedeutet: Entweder du hörst die Stimme glasklar (oder mit leichten Artefakten), oder du hörst gar nichts. Das ermüdende Rauschen von SSB entfällt.
    Schmales Signal: Du verbrauchst weniger Platz im Band und bist effizienter mit deiner Sendeleistung.
    Open Source: Keine Lizenzgebühren, keine Abhängigkeit von einem Hersteller.

    Nachteile:

    Exakte Abstimmung: Der Empfänger muss sehr exakt auf die Sendefrequenz abgestimmt werden. Die maximale Abweichung darf nicht mehr als +/- 25 Hz betragen. Das ist eher ein Problem auf UKW.
    Pegeleinstellung: Die Einstellung der Audiopegel zwischen PC und Funkgerät muss präzise sein, um das Signal nicht zu verzerren (ALC vermeiden!).
    Latenz: Durch die digitale Verarbeitung entsteht eine kleine Verzögerung beim Sprechen.

    d) Ausblick: Wohin geht die Reise?

    FreeDV ist keine statische Technik, sondern ein lebendiges Experimentierfeld. Die Integration von KI-basierten Codecs (RADE) ist erst der Anfang. Es gibt bereits erste Transceiver, die FreeDV nativ unterstützen, ohne dass ein PC nötig ist. In einer Zeit, in der das solare Maximum uns zwar tolle Bedingungen beschert, die Bänder aber auch immer voller werden, ist eine schmalbandige, digitale Lösung wie FreeDV der logische nächste Schritt für unseren Funkbetrieb.

    Du willst es ausprobieren? Die meisten Aktivitäten findest du auf 14.236 MHz (USB) oder 7.190 MHz. Lad dir die Software runter, hör erst mal rein (das geht sogar über WebSDRs!) und genieße die digitale Kurzwelle!

    FreeDV Aktivitätszentren (Frequenzen)

    Wichtig : FreeDV wird immer in USB betrieben, auch auf den unteren Bändern (80m/40m), wo man normalerweise LSB nutzt.

    Band     Frequenz (USB)                         Anmerkung
    80m       3.625 MHz / 3.643 MHz         Regionaler Funkverkehr
    40m       7.177 MHz / 7.190 MHz         Sehr aktiv in Europa
    20m       14.236 MHz                                 Hauptfrequenz weltweit
    17m       18.155 MHz                                 Bei guten DX-Bedingungen
    15m       21.313 MHz                                 DX-Frequenz
    12m       24.943 MHz                                 Gelegentliche Nutzung
    10m       28.330 MHz / 28.720 MHz    Für Versuche bei offenem Band

    Tipp : Da man digitale Signale auf dem Wasserfall nicht immer sofort als „FreeDV“ identifiziert, empfiehlt sich ein Blick in den FreeDV QSO Finder (https://qso.freedv.org/). Dort tragen sich Stationen ein, die gerade auf Sendung sind oder auf einen Anruf warten.

    Quellen / weiterführende Links:
    www.Freedv.org,
    https://drc.bz/md-media/2014/10/FreeDV_und_Links_im-Amateurfunk.pdf,
    https://dk0iz.de,
    https://github.com/drowe67/freedv-gui/releases,
    https://groups.google.com/g/digitalvoice?pli=1,
    https://www.swiss-artg.ch/index.php?id=156,
    https://www.kk5jy.net/smalldv-v1/

    Amateurfunk an der TH-Rosenheim

    Die Technische Hochschule Rosenheim besitzt seit 1998 eine eigene Amateurfunkstation. Die Zusammenarbeit mit unserem Ortsverband (OV C14) trägt bereits Früchte.

    Ich hatte auf Einladung von Günter DL4GLE, dem Betreuer der Station und Mitarbeiter der TH Rosenheim, kürzlich die Gelegenheit das Shack, die Antennen und das Labor für Nachrichtenübertragung / Digitale Signalverarbeitung zu besuchen.

    Die Amateurfunkstation richtet sich primär an interessierte Studenten, die das Equipment auch für studienrelevante Arbeiten nutzen können.


    Mit unserem OV besteht eine gute Zusammenarbeit durch die Aufstellung der Remotestation und die Benutzung der dazugehörigen Antennen: Fritzel 6-Band Beam FB-DX-460 für 10m-30m mit Rotor und eine Diamond X50 für 2m/70cm.

    Wie mir Günter berichtet, wird die Remotestation inzwischen recht eifrig genutzt.

    Auch eine QO-100-Verbindung konnte erfolgreich realisiert werden, wofür eine große Parabolantenne mithilfe unseres OV installiert wurde. Wir unterstützen zudem die Nachwuchsprogramme der TH mit einem Vortrag, Info-Material und zukünftigen Aktivitäten.

    Nachdem ein Sturm einige Antennen auf dem Dach der Hochschule stark beschädigt hatte, konnte ein Großteil des Schadens wieder repariert werden . Günter plant jedoch, dank ausreichend Platz auf dem Dach eine neue Drahtantenne für die unteren KW-Bänder zum Nachbargebäude zu spannen.

    Wir hoffen, dass diese hervorragenden Möglichkeiten das Interesse vieler Studierender wecken und somit zur Gewinnung von neuem Amateurfunk-Nachwuchs beitragen.

    Vielen Dank an Günter DL4GLE für die interessante Führung und die gute Zusammenarbeit.

    Wolle, DB8WM

    Notstrom auf der Hochries

    Unser Relaisstandort und Hamnet-Knoten auf der Bergstation Hochries (DB0TR/DB0HOB) war zum sicheren  Betrieb bisher nur auf die stabile Energieversorgung aus dem öffentlichen Netz angewiesen.

    Eine Notstrom-Option, welche auch den Weiterbetrieb nach dem Ausfall des Netzstroms gewährleistet, wurde nun von unseren Jungs im C14 OV erfolgreich installiert.

    Die größten Ausgaben für die Ladetechnik und Mechanik wurden dankenswerterweise vom DARC im Rahmen der „Solarförderung / Autarke Stromversorgung“ finanziert.

    Die Anlage besteht aus 20 parallel geschalteten Blei-Gel Akkus mit einer Gesamtkapazität von ca. 2.000Ah und einer Nennspannung von 12V. Damit kann ein Notstrombetrieb von einer knappen Woche sichergestellt werden. Zu diesem Zweck wird das DB0TR Relais automatisch auf QRP-Betrieb umgeschaltet.
    Ist der Strom aus dem öffentlichen Netz nach einem Ausfall wieder vorhanden, werden die Akkus zügig mit bis zu 210A wieder aufgeladen.

    Unser besonderer Dank gilt allen, die sich für Planung, Aufbau, Transport und Installation der Notstromversorgung engagiert haben, insbesondere:
    Stephan – DL3SH, Andreas – DH9AT, Axel – DO6TK, Dennis – DB6DB, Johannes –DL2WAA, Holger – DG3CR, Jakob – DL5KM und Xaver – DB2XF.

    Unsere DARC Remote-Station ist QRV!

    Seit Anfang Juli ist unsere neue Remote-Station in Rosenheim betriebsbereit und steht allen DARC-Funkamateuren zur Verfügung.
    Sie wurde uns im Rahmen des DARC-Projekts kostenlos bereitgestellt und ist eine fantastische Möglichkeit für alle Mitglieder, Amateurfunk über das Internet zu betreiben. Egal, ob du keine eigene Funkstation oder Antenne aufbauen kannst oder unterwegs QRV sein möchtest – mit unserer Remote-Station bist du flexibel.

    Was bietet unsere Remote-Station?
    Unsere Station befindet sich an der TH Rosenheim und wird von den Funkamateuren der Technischen Hochschule und vom OV C14 betreut.

    Sie deckt diese Bänder ab:
    Kurzwelle: 30m, 20m, 17m, 15m, 12m, 10m (mit einer Fritzel FB-DX 506)
    UKW: 2m, 70cm (mit einer Diamond X-50)

    Wie kannst du die Remote-Station nutzen?
    Die Nutzung ist unkompliziert und selbsterklärend. Folge einfach diesen Schritten:

    1. Anmeldung im DARC-Mitgliederbereich: Logge dich auf der DARC-Webseite mit deiner Mitgliedsnummer und deinem Passwort ein.
    2. Zugang zu „Meine Daten“: Melde dich anschließend unter dem Punkt „Meine Daten“ erneut an.
    3. „Remote-Station“ auswählen: Im angezeigten Menü findest du die Option „Remote-Station“. Klicke darauf.
    4. Station auswählen: Es erscheint eine Karte mit allen verfügbaren Remote-Stationen. Ein Klick auf die gewünschte Station zeigt dir eine detaillierte Beschreibung an.
    5. Betrieb starten: Wenn die Station frei ist, kannst du sie als OP (Operator) nutzen. Ist sie bereits belegt, wird dir der Button „Als SWL nutzen“ (Short Wave Listener) angezeigt.
    6. Client-Software herunterladen und starten: Im nächsten Schritt kannst du die erforderliche Client-Software für Windows herunterladen oder direkt starten und den angezeigten Freigabetext übernehmen.

    Die gesamte Prozedur ist gut erklärt und einfach durchführbar. Die Remote-Station steht dir dann für 30 bzw. 60 Minuten zur Verfügung, danach wird die Verbindung automatisch beendet.

    Gut zu wissen: Artikel in c’t
    Übrigens hat die Zeitschrift c’t in ihrer Ausgabe vom 11. Juli 2025, Heft 15, Seite 130, einen sehr interessanten und ausführlichen Artikel über die DARC Remote-Stationen veröffentlicht. Es lohnt sich, diesen zu lesen, um noch tiefer in das Thema einzutauchen!

    Weitere Infos auch unter:
    https://www.darc.de/funkbetrieb/aufbau-remotestationen/

    Wir freuen uns darauf, dich auf unserer Remote-Station zu hören!
    Bei Fragen stehen wir dir gerne zur Verfügung. Wolle DB8WM

    Ein gelungener Fieldday 2025

    Auch wenn das Wetter uns manchmal einen kurzen Schauer schickte, konnte das unsere freundschaftliche und lockere Stimmung nicht trüben. Der Fieldday fand im ehemaligen BGS-Gelände Rosenheim/Egarten am Wochenende 16. bis 18. Mai statt.

    Viele Besucher, mehr noch als ursprünglich angenommen, trugen zu einem kurzweiligen Tag bei. Diskussionen, fachlicher Gedanken-austausch und auch privater Chat brachten uns gute Laune. Die aufgebauten Projekte von CW über Telefonie, digitalen Betriebsarten, Satellitenfunk bis hin zum Kinderprogramm boten vielfältige Abwechslung.

    Bereits am Freitag wurde fleißig aufgebaut und erste Funkaktivitäten fanden bis spät in die Nacht statt. Viel Gelächter war dem Vernehmen nach aus Axels DO6TK Funkanhänger von ihm und Hubert DO1MH zu hören, vermutlich durch manch fröhliches QSO?

    Samstags ab 10 Uhr begannen die meisten Aktivitäten, die ich ohne Anspruch auf Vollständigkeit kurz aufzähle.

    Thomas DC3TB und Andreas DH9AT verglichen mit verschiedenen Antennen auf gleichen Bändern (2m, 6m, 10m) die Reichweiten. Andreas mit seinen doppelten Oblong Antennen (siehe voriges Bild), Thomas mit per EZNEC/4nec2 optimierten, übereinander gestockten Dipolen für 6m und 10m und einer kollinear gestockten 2m-Antenne. Wer gewonnen hat ist auch dank schwieriger solarer Bedingungen nicht eindeutig.

    Chris DL1COM und Andy DC1MIL haben nach etwas Lötarbeit und der Suche nach M6 Muttern ihre LEO Satellitenstation erfolgreich getestet und erste QSOs gefahren. Die automatische Antennennachführung wurde auch mit Hilfe eigener Software bewerkstelligt.

    Xaver DB2XF im Partyzelt entwickelte einen Filter für einen Konverter von KW auf 70MHz für seinen Adalm-Pluto.

    Tom DG6TOM demonstrierte AREDN Betrieb mit Stefan DL3SH. Stefan stellte zudem eine Hamnet-Verbindung über eine Zwischenstation auf einem Schuppendach zur Hochries her.

    Axel DO6TK und Hubert DO1MH funkten auf 10m, 15m und 80m in Telefonie. Hubert filmte mit seiner Drohne das Geschehen und erzeugte ein schönes Video mit Musik und „Charly14“-Text.

    Auch der DMR Digitalfunk kam nicht zu kurz. Gunnar DD5KI von unserem Nachbar-OV Hausham war immer gerne bereit sein Fachwissen allen Interessierten zu vermitteln.

    Ludwig DL3MCN freute sich über viele CW QSOs in QRP mit seiner MagLoop auf 7..28MHz. Da darf der Funker-Nachwuchs noch viel üben bis er das so gut kann.

    Aber dank Klaus DL8MEW kommt der Nachwuchs auf seine Kosten und wird für unser Hobby begeistert. Auch eine Fledermaussuche am späten Nachmittag wurde unternommen.

    Dennis DB6BD führte seinen erfolgreichen Kontakt mit unserem QO-100 Satelliten vor. Er machte auch beim Grillen eine gute Figur.

    Unser ATV-Team Josef DG5MAR, Rudi DK8CS und Richard DF8CP bei einem freundlichen Gespräch mit dem immer gut aufgelegten Organisator Richard DL1RHS.

    Mittagspause mit Kuchen und Getränkestation.

    Die AREDN Notfunkübung nahm einen großen Raum im Geschehen ein. An den vier Ecken des Geländes wurden Notfunkstationen (hier mit Alfred DJ0GM, einem der Initiatoren) aufgebaut. Damit wurden Verbindungen mittels der gelben Notfunkkoffer, Antennen und  VOIP-Telefonen über eine PBX Vermittlung hergestellt.

    Peter DL1MBD an der PBX.

    Sehr lehrreich war die Führung von Karl-Heinz DL4MCN durch das Technische Museum. Interessante Objekte, z.B. zur Spionageaufklärung gab es zu besichtigen. Karl-Heinz belebte seinen mitreißenden Vortrag durch eine Vorführung funktionierender Agentengeräte des früheren Ostblocks.

    Auch ein besonderes Feuerwehrfahrzeug wurde von Richard DL1RHS organisiert. Es dient der Einsatzleitung zur Unterstützung und Koordination mehrerer Feuerwehren am Geschehen.

    Richard DL1RHS, Stefan DL3SH und der Distriktvorsitzende Manfred DK2PZ in guter Laune am späten Nachmittag.

    Ja, so verging die Zeit in toller Atmosphäre und prächtiger Stimmung wie im Fluge. Die reibungslose Organisation und die Mitwirkung so vieler aus unserem Verband ergaben einen gelungenen Fieldday.
    Richard, wir freuen uns auf den nächsten!

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