Begeisterung beim OV Abend

Die Februar OV Versammlung drehte sich neben dem geselligen Treffen um die Vorstellung der neuen digitalen Funktechnik FreeDV.

Unser Vorstand Dennis (DB6DB) hielt dazu einen einführenden Vortrag, welcher uns OMs schon sehr neugierig auf diese Technik machte. Verspricht sie doch eine leichte Implementierung für eine Sprachübertragung die viel Bekanntes in den Schatten stellt.

Dennis (DB6BD) und Stephan (DL3SH) haben dazu eine kleine Funkstrecke aufgebaut, sodass jeder FreeDV ausprobieren konnte. Für viele war dies  dann ein tolles Erlebnis, die Stimme des Funkpartners klar und ohne jegliches Rauschen zu hören.



Nachfolgend gebe ich einen kurzen Überblick über diese Funktechnik:

FreeDV: Die digitale Stimme auf Kurzwelle

Habt ihr euch schon mal gefragt, warum wir im 21. Jahrhundert auf Kurzwelle immer noch fast ausschließlich analoges SSB nutzen, während unsere Smartphones Gigabits übertragen? Die Antwort lautet oft: „Weil digitales Voice auf HF schwierig ist.“ Doch genau hier setzt FreeDV an. Es bringt die digitale Sprache dorthin, wo sie am meisten gebraucht wird: mitten in das Rauschen der Kurzwellenbänder.

FreeDV ist ein Open-Source-Protokoll für digitale Sprachübertragung (Digital Voice) auf Kurzwelle. Im Gegensatz zu kommerziellen Systemen wie D-STAR oder C4FM sind hier sowohl das Protokoll als auch der Sprachcodec vollständig frei verfügbar.

a) Was ist FreeDV? Die Technik hinter dem Signal

Technische Eckdaten

Der Codec: Das Herzstück ist der Codec2, entwickelt von David Rowe (VK5DGR). Er ist darauf optimiert, Sprache extrem stark zu komprimieren (von ca. 700 bit/s bis 1600 bit/s).

Modulation: FreeDV nutzt meist OFDM (Orthogonal Frequency Division Multiplexing) mit mehreren Unterträgern (z. B. 14 bis 31 QPSK-Träger). Das macht das Signal sehr robust gegen das typische selektive Fading auf Kurzwelle.

Bandbreite: Hier spielt FreeDV seine Stärken aus. Ein Standard-FreeDV-Signal belegt nur etwa 1,1 kHz bis  1,6 kHz  Bandbreite – das ist nur die Hälfte eines herkömmlichen SSB-Signals (2,4 kHz bis 2,7 kHz).

Neuheit RADE: Seit 2025/2026 sorgt die RADE-Technologie (Radio Autoencoder) für Aufsehen. Sie nutzt neuronale Netze, um trotz geringster Bandbreite eine Audioqualität von 8 kHz (fast UKW-Niveau) über Kurzwelle zu übertragen.

Das Schöne an FreeDV: Du musst dir kein neues Funkgerät kaufen. Jeder herkömmliche SSB-Transceiver ist FreeDV-tauglich.

b) Dein Weg auf Sendung: Das benötigte Equipment

Hardware:

  • Ein HF-Transceiver mit SSB-Funktion.
  • Ein PC/Laptop (Windows, Linux oder MacOS), Raspberry Pi 5 (Pi 4 geht gerade noch).
  • Ein Soundkarten-Interface (z. B. SignaLink, RigExpert oder das interne USB-Interface moderner Transceiver), um den PC mit dem Funkgerät zu verbinden.

Software:

  • Die offizielle FreeDV GUI-Software (aktuell Version 2.2.x).
  • Ein zweites Audio-Device (z. B. ein einfaches USB-Headset) für dein Mikrofon und den Lautsprecher am PC.
  • Alternative: Es gibt spezialisierte Hardware wie das SM1000, ein Handmikrofon mit eingebautem Prozessor, das FreeDV ganz ohne PC ermöglicht.

c) Licht und Schatten: Vor- und Nachteile

Vorteile:

Überlegenheit bei schwachen Signalen: In Modi wie 700D (700 bit/s) ist FreeDV noch lesbar, wenn analoges SSB im Rauschen komplett untergeht.
SNR bis zu -2db!
Kein Rauschen: Digital bedeutet: Entweder du hörst die Stimme glasklar (oder mit leichten Artefakten), oder du hörst gar nichts. Das ermüdende Rauschen von SSB entfällt.
Schmales Signal: Du verbrauchst weniger Platz im Band und bist effizienter mit deiner Sendeleistung.
Open Source: Keine Lizenzgebühren, keine Abhängigkeit von einem Hersteller.

Nachteile:

Exakte Abstimmung: Der Empfänger muss sehr exakt auf die Sendefrequenz abgestimmt werden. Die maximale Abweichung darf nicht mehr als +/- 25 Hz betragen. Das ist eher ein Problem auf UKW.
Pegeleinstellung: Die Einstellung der Audiopegel zwischen PC und Funkgerät muss präzise sein, um das Signal nicht zu verzerren (ALC vermeiden!).
Latenz: Durch die digitale Verarbeitung entsteht eine kleine Verzögerung beim Sprechen.

d) Ausblick: Wohin geht die Reise?

FreeDV ist keine statische Technik, sondern ein lebendiges Experimentierfeld. Die Integration von KI-basierten Codecs (RADE) ist erst der Anfang. Es gibt bereits erste Transceiver, die FreeDV nativ unterstützen, ohne dass ein PC nötig ist. In einer Zeit, in der das solare Maximum uns zwar tolle Bedingungen beschert, die Bänder aber auch immer voller werden, ist eine schmalbandige, digitale Lösung wie FreeDV der logische nächste Schritt für unseren Funkbetrieb.

Du willst es ausprobieren? Die meisten Aktivitäten findest du auf 14.236 MHz (USB) oder 7.190 MHz. Lad dir die Software runter, hör erst mal rein (das geht sogar über WebSDRs!) und genieße die digitale Kurzwelle!

FreeDV Aktivitätszentren (Frequenzen)

Wichtig : FreeDV wird immer in USB betrieben, auch auf den unteren Bändern (80m/40m), wo man normalerweise LSB nutzt.

Band     Frequenz (USB)                         Anmerkung
80m       3.625 MHz / 3.643 MHz         Regionaler Funkverkehr
40m       7.177 MHz / 7.190 MHz         Sehr aktiv in Europa
20m       14.236 MHz                                 Hauptfrequenz weltweit
17m       18.155 MHz                                 Bei guten DX-Bedingungen
15m       21.313 MHz                                 DX-Frequenz
12m       24.943 MHz                                 Gelegentliche Nutzung
10m       28.330 MHz / 28.720 MHz    Für Versuche bei offenem Band

Tipp : Da man digitale Signale auf dem Wasserfall nicht immer sofort als „FreeDV“ identifiziert, empfiehlt sich ein Blick in den FreeDV QSO Finder (https://qso.freedv.org/). Dort tragen sich Stationen ein, die gerade auf Sendung sind oder auf einen Anruf warten.

Quellen / weiterführende Links:
www.Freedv.org,
https://drc.bz/md-media/2014/10/FreeDV_und_Links_im-Amateurfunk.pdf,
https://dk0iz.de,
https://github.com/drowe67/freedv-gui/releases,
https://groups.google.com/g/digitalvoice?pli=1,
https://www.swiss-artg.ch/index.php?id=156,
https://www.kk5jy.net/smalldv-v1/

Amateurfunk an der TH-Rosenheim

Die Technische Hochschule Rosenheim besitzt seit 1998 eine eigene Amateurfunkstation. Die Zusammenarbeit mit unserem Ortsverband (OV C14) trägt bereits Früchte.

Ich hatte auf Einladung von Günter DL4GLE, dem Betreuer der Station und Mitarbeiter der TH Rosenheim, kürzlich die Gelegenheit das Shack, die Antennen und das Labor für Nachrichtenübertragung / Digitale Signalverarbeitung zu besuchen.

Die Amateurfunkstation richtet sich primär an interessierte Studenten, die das Equipment auch für studienrelevante Arbeiten nutzen können.


Mit unserem OV besteht eine gute Zusammenarbeit durch die Aufstellung der Remotestation und die Benutzung der dazugehörigen Antennen: Fritzel 6-Band Beam FB-DX-460 für 10m-30m mit Rotor und eine Diamond X50 für 2m/70cm.

Wie mir Günter berichtet, wird die Remotestation inzwischen recht eifrig genutzt.

Auch eine QO-100-Verbindung konnte erfolgreich realisiert werden, wofür eine große Parabolantenne mithilfe unseres OV installiert wurde. Wir unterstützen zudem die Nachwuchsprogramme der TH mit einem Vortrag, Info-Material und zukünftigen Aktivitäten.

Nachdem ein Sturm einige Antennen auf dem Dach der Hochschule stark beschädigt hatte, konnte ein Großteil des Schadens wieder repariert werden . Günter plant jedoch, dank ausreichend Platz auf dem Dach eine neue Drahtantenne für die unteren KW-Bänder zum Nachbargebäude zu spannen.

Wir hoffen, dass diese hervorragenden Möglichkeiten das Interesse vieler Studierender wecken und somit zur Gewinnung von neuem Amateurfunk-Nachwuchs beitragen.

Vielen Dank an Günter DL4GLE für die interessante Führung und die gute Zusammenarbeit.

Wolle, DB8WM

Notstrom auf der Hochries

Unser Relaisstandort und Hamnet-Knoten auf der Bergstation Hochries (DB0TR/DB0HOB) war zum sicheren  Betrieb bisher nur auf die stabile Energieversorgung aus dem öffentlichen Netz angewiesen.

Eine Notstrom-Option, welche auch den Weiterbetrieb nach dem Ausfall des Netzstroms gewährleistet, wurde nun von unseren Jungs im C14 OV erfolgreich installiert.

Die größten Ausgaben für die Ladetechnik und Mechanik wurden dankenswerterweise vom DARC im Rahmen der „Solarförderung / Autarke Stromversorgung“ finanziert.

Die Anlage besteht aus 20 parallel geschalteten Blei-Gel Akkus mit einer Gesamtkapazität von ca. 2.000Ah und einer Nennspannung von 12V. Damit kann ein Notstrombetrieb von einer knappen Woche sichergestellt werden. Zu diesem Zweck wird das DB0TR Relais automatisch auf QRP-Betrieb umgeschaltet.
Ist der Strom aus dem öffentlichen Netz nach einem Ausfall wieder vorhanden, werden die Akkus zügig mit bis zu 210A wieder aufgeladen.

Unser besonderer Dank gilt allen, die sich für Planung, Aufbau, Transport und Installation der Notstromversorgung engagiert haben, insbesondere:
Stephan – DL3SH, Andreas – DH9AT, Axel – DO6TK, Dennis – DB6DB, Johannes –DL2WAA, Holger – DG3CR, Jakob – DL5KM und Xaver – DB2XF.

Unsere DARC Remote-Station ist QRV!

Seit Anfang Juli ist unsere neue Remote-Station in Rosenheim betriebsbereit und steht allen DARC-Funkamateuren zur Verfügung.
Sie wurde uns im Rahmen des DARC-Projekts kostenlos bereitgestellt und ist eine fantastische Möglichkeit für alle Mitglieder, Amateurfunk über das Internet zu betreiben. Egal, ob du keine eigene Funkstation oder Antenne aufbauen kannst oder unterwegs QRV sein möchtest – mit unserer Remote-Station bist du flexibel.

Was bietet unsere Remote-Station?
Unsere Station befindet sich an der TH Rosenheim und wird von den Funkamateuren der Technischen Hochschule und vom OV C14 betreut.

Sie deckt diese Bänder ab:
Kurzwelle: 30m, 20m, 17m, 15m, 12m, 10m (mit einer Fritzel FB-DX 506)
UKW: 2m, 70cm (mit einer Diamond X-50)

Wie kannst du die Remote-Station nutzen?
Die Nutzung ist unkompliziert und selbsterklärend. Folge einfach diesen Schritten:

  1. Anmeldung im DARC-Mitgliederbereich: Logge dich auf der DARC-Webseite mit deiner Mitgliedsnummer und deinem Passwort ein.
  2. Zugang zu „Meine Daten“: Melde dich anschließend unter dem Punkt „Meine Daten“ erneut an.
  3. „Remote-Station“ auswählen: Im angezeigten Menü findest du die Option „Remote-Station“. Klicke darauf.
  4. Station auswählen: Es erscheint eine Karte mit allen verfügbaren Remote-Stationen. Ein Klick auf die gewünschte Station zeigt dir eine detaillierte Beschreibung an.
  5. Betrieb starten: Wenn die Station frei ist, kannst du sie als OP (Operator) nutzen. Ist sie bereits belegt, wird dir der Button „Als SWL nutzen“ (Short Wave Listener) angezeigt.
  6. Client-Software herunterladen und starten: Im nächsten Schritt kannst du die erforderliche Client-Software für Windows herunterladen oder direkt starten und den angezeigten Freigabetext übernehmen.

Die gesamte Prozedur ist gut erklärt und einfach durchführbar. Die Remote-Station steht dir dann für 30 bzw. 60 Minuten zur Verfügung, danach wird die Verbindung automatisch beendet.

Gut zu wissen: Artikel in c’t
Übrigens hat die Zeitschrift c’t in ihrer Ausgabe vom 11. Juli 2025, Heft 15, Seite 130, einen sehr interessanten und ausführlichen Artikel über die DARC Remote-Stationen veröffentlicht. Es lohnt sich, diesen zu lesen, um noch tiefer in das Thema einzutauchen!

Weitere Infos auch unter:
https://www.darc.de/funkbetrieb/aufbau-remotestationen/

Wir freuen uns darauf, dich auf unserer Remote-Station zu hören!
Bei Fragen stehen wir dir gerne zur Verfügung. Wolle DB8WM

Ein gelungener Fieldday 2025

Auch wenn das Wetter uns manchmal einen kurzen Schauer schickte, konnte das unsere freundschaftliche und lockere Stimmung nicht trüben. Der Fieldday fand im ehemaligen BGS-Gelände Rosenheim/Egarten am Wochenende 16. bis 18. Mai statt.

Viele Besucher, mehr noch als ursprünglich angenommen, trugen zu einem kurzweiligen Tag bei. Diskussionen, fachlicher Gedanken-austausch und auch privater Chat brachten uns gute Laune. Die aufgebauten Projekte von CW über Telefonie, digitalen Betriebsarten, Satellitenfunk bis hin zum Kinderprogramm boten vielfältige Abwechslung.

Bereits am Freitag wurde fleißig aufgebaut und erste Funkaktivitäten fanden bis spät in die Nacht statt. Viel Gelächter war dem Vernehmen nach aus Axels DO6TK Funkanhänger von ihm und Hubert DO1MH zu hören, vermutlich durch manch fröhliches QSO?

Samstags ab 10 Uhr begannen die meisten Aktivitäten, die ich ohne Anspruch auf Vollständigkeit kurz aufzähle.

Thomas DC3TB und Andreas DH9AT verglichen mit verschiedenen Antennen auf gleichen Bändern (2m, 6m, 10m) die Reichweiten. Andreas mit seinen doppelten Oblong Antennen (siehe voriges Bild), Thomas mit per EZNEC/4nec2 optimierten, übereinander gestockten Dipolen für 6m und 10m und einer kollinear gestockten 2m-Antenne. Wer gewonnen hat ist auch dank schwieriger solarer Bedingungen nicht eindeutig.

Chris DL1COM und Andy DC1MIL haben nach etwas Lötarbeit und der Suche nach M6 Muttern ihre LEO Satellitenstation erfolgreich getestet und erste QSOs gefahren. Die automatische Antennennachführung wurde auch mit Hilfe eigener Software bewerkstelligt.

Xaver DB2XF im Partyzelt entwickelte einen Filter für einen Konverter von KW auf 70MHz für seinen Adalm-Pluto.

Tom DG6TOM demonstrierte AREDN Betrieb mit Stefan DL3SH. Stefan stellte zudem eine Hamnet-Verbindung über eine Zwischenstation auf einem Schuppendach zur Hochries her.

Axel DO6TK und Hubert DO1MH funkten auf 10m, 15m und 80m in Telefonie. Hubert filmte mit seiner Drohne das Geschehen und erzeugte ein schönes Video mit Musik und „Charly14“-Text.

Auch der DMR Digitalfunk kam nicht zu kurz. Gunnar DD5KI von unserem Nachbar-OV Hausham war immer gerne bereit sein Fachwissen allen Interessierten zu vermitteln.

Ludwig DL3MCN freute sich über viele CW QSOs in QRP mit seiner MagLoop auf 7..28MHz. Da darf der Funker-Nachwuchs noch viel üben bis er das so gut kann.

Aber dank Klaus DL8MEW kommt der Nachwuchs auf seine Kosten und wird für unser Hobby begeistert. Auch eine Fledermaussuche am späten Nachmittag wurde unternommen.

Dennis DB6BD führte seinen erfolgreichen Kontakt mit unserem QO-100 Satelliten vor. Er machte auch beim Grillen eine gute Figur.

Unser ATV-Team Josef DG5MAR, Rudi DK8CS und Richard DF8CP bei einem freundlichen Gespräch mit dem immer gut aufgelegten Organisator Richard DL1RHS.

Mittagspause mit Kuchen und Getränkestation.

Die AREDN Notfunkübung nahm einen großen Raum im Geschehen ein. An den vier Ecken des Geländes wurden Notfunkstationen (hier mit Alfred DJ0GM, einem der Initiatoren) aufgebaut. Damit wurden Verbindungen mittels der gelben Notfunkkoffer, Antennen und  VOIP-Telefonen über eine PBX Vermittlung hergestellt.

Peter DL1MBD an der PBX.

Sehr lehrreich war die Führung von Karl-Heinz DL4MCN durch das Technische Museum. Interessante Objekte, z.B. zur Spionageaufklärung gab es zu besichtigen. Karl-Heinz belebte seinen mitreißenden Vortrag durch eine Vorführung funktionierender Agentengeräte des früheren Ostblocks.

Auch ein besonderes Feuerwehrfahrzeug wurde von Richard DL1RHS organisiert. Es dient der Einsatzleitung zur Unterstützung und Koordination mehrerer Feuerwehren am Geschehen.

Richard DL1RHS, Stefan DL3SH und der Distriktvorsitzende Manfred DK2PZ in guter Laune am späten Nachmittag.

Ja, so verging die Zeit in toller Atmosphäre und prächtiger Stimmung wie im Fluge. Die reibungslose Organisation und die Mitwirkung so vieler aus unserem Verband ergaben einen gelungenen Fieldday.
Richard, wir freuen uns auf den nächsten!

Erfolgreicher AREDN Notfunk Test

Unsere beiden Funkerkollegen Richard (DL1RHS) und Stephan (DL3SH) haben am Ostermontag erfolgreich einen AREDN Feldversuch durchgeführt, mit einer Verbindung über viele Ecken bis zum entfernten Hubert (DO1MH).

AREDN (Amateur Radio Emergency Data Network) Notfunk ist prinzipiell einfach aufgebaut: Man hat an beiden Enden der Kommunikation ein handelsübliches VoIP Telefon, dazwischen einen umgeflashten WLAN-Router und zwei Richtantennen.

Natürlich bietet diese Technik einige Erweiterungsmöglichkeiten: Für mehrere Teilnehmer schaltet man einen Telefonserver dazwischen. Ein Gateway ins Hamnet hebt die Reichweitenbeschränkung auf und erhöht die Nutzerzahl beinahe beliebig. Links ins Internet, Starlink für EmComm / Krisenkommunikation sind durchführbar. Die Verbindung mit anderen Endgeräten, z.B. Laptops und geeigneter Software erlaubt neben Voice over IP auch Chat (z.B. Meshtastic, MeshCom) und übliche Web Services.

Stephan und Richard haben davon vieles umgesetzt. Von der grünen Wiese ging’s über ein VoIP Telefon, einen Ubiquiti Router und einer 5GHz Antenne Richtung Richards Balkon. Von da über eine zweite Antenne weiter via QRT 5 (MikroTic Router/Antenne) ins Hamnet (DL0ROS). Weiter via Hamnet zu DB0HOB (Hochries). Von dort zu Stephans Telefonserver in Au, wieder zurück zur Hochries und schließlich zum Endpunkt bei Hubert (DO1MH). Jeweils mit einer QRT 5 Router/Antenne dazwischen. Ganz schön komplex – aber das war ja das Ziel dieses Tests: möglichst viele Komponenten und Verbindungstypen auszutesten.

Und es hat alles geklappt. Gratulation! Charly14 hat ein kompetentes Notfunk-Team und ist bei AREDN ganz vorne mit dabei.

Weitere Infos:

www.arednmesh.org

https://www.darc.de/der-club/referate/notfunk

Script Amateurfunktagung München 2025 S. 379 ff. (Kopie z.B. von Wolle DB8WM)

Messgerätespende für unseren OV

Die Firma HUBER+SUHNER BKtel GmbH spendete unserem OV viele ihrer ausgemusterten Messgeräte. Diese wurden im Zuge von Neuanschaffungen ersetzt.

Die HUBER+SUHNER BKtel GmbH ist ein führender Anbieter von Hochgeschwindigkeits-Datenübertragungslösungen mit über 25 Jahren Erfahrung und Teil des weltweit führenden Schweizer Unternehmens HUBER+SUHNER AG, in dem es als Kompetenzcenter für RF-over-Fiber (RFoF) agiert.

Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Signalübertragung und Signal-verarbeitung mittels RFoF, FTTH, RF Video Overlay und HFC Breitbandnetzen und bietet hier hochwertige elektrische und optische Übertragungslösungen für die Bereiche Industrie, Kommunikation und Transport

Der Geschäftsführer Michael Mertens übergab die 12 Geräte unseren beiden Ortsvereinsvorsitzenden Dennis Willigmann und Christian Obersteiner.

Dabei handelt es sich um Signalgeneratoren teilweise bis 3GHz, Spektrum- und Signalanalysatoren bis 7GHz.

Alle Messgeräte werden jetzt geprüft. Bei einigen Geräten ist noch ein wenig Zuwendung erforderlich. Da haben unsere Hardwarespezialisten noch ein Stück Arbeit vor sich. Danach können die Messgeräte in der Clubstation DL0ROS unter Anleitung benutzt werden. Unser Dank gilt der Firma HUBER+SUHNER BKtel und auch unseren Kollegen vom OV, die dies organisiert haben.

Vom anderen Ende der Welt

Unser weitgereister OM Heli DD0VR mit seiner YL Birgit DE3BWR funken erfolgreich ihre Grüße aus Tasmanien. Sie sind dort mit einem Wohnmobil auf Achse und bereisen die Insel südlich von Australien. Der weitere Weg wird sie am 22. Dezember nach Melbourne führen, von wo aus sie weiter mit dem Wohnmobil nach Perth fahren wollen, ca. 3800km!

Heli funkt meistens auf 10 m , 28.460MHz SSB und 28.040MHz CW (die Island IOTA Frequenzen).

Die Highlights waren bisher Verbindungen mit Rosenheim DL3MDK (Thomas), Hawaii KH6AQ , Alaska AL4A und Russland ganz weit hinten RU0LL. Und das alles mit QRP aus Elecraft KX3 und Vertikaldipol 2 x 5,3m am DX-Wire Mast 0.85m/11,5m ausgezogen.

Weitere Reisedaten lassen sich über dailydx.com, dxcoffee etc. verfolgen.

Bigi und Heli: Euer Heimat-DOK wünscht euch weiterhin eine gute Reise und interessante Funkkontakte!

Vortrag über Antennenerdung und Potentialausgleich

Gut besucht, mit mehr als 40 Anwesenden fand am Mittwochabend, dem 27. November 2024 im Bürgerhaus Happing der Vortrag über Antennenerdung statt. Recht gefreut hat uns, dass auch etliche OMs aus den Nachbar OVs mit dabei waren.


Der Vortrag von Thomas Raphael DF4KJ umfasste die neue VDE-Norm 0855-300 und alle wesentlichen Elemente des Blitzschutzes und der Erdung von Antennen und Geräten in und außerhalb des Hauses. Mit vielen Praxisbeispielen und Bildern gestaltete Thomas seine Informationen recht anschaulich und gut verständlich. So hatten wir zum Schluss genaue Vorstellungen wie wir dieses Thema für die eigenen Zwecke umsetzen können.


Die Vortragsunterlagen können über https://www.vde.com/261458 angesehen bzw. als PDF heruntergeladen werden. Der Abend endete mit einer Fragerunde und dem Dank an Richard DL1RHS für die Organisation.

Weitere Blitzschutzartikel finden sich in den FA-Ausgaben 2 und 3 von 2024 (S.104, S.204) und in der CQ-DL 6-2024.

Vortrag Praxisbeispiele für Antennenerdung

der OV C14 hat einen Vortrag über Antennenerdung und Potentialausgleich organisiert.

Der Vortrag findet am Mittwoch den 27. November ab 1900 Uhr im Saal vom Bürgerhaus Happing (Happinger Str. 83, 83026 Rosenheim) statt.

Detailinformationen und Anmeldung bitte unter folgendem Link:

Vortrag: Praxisbeispiele für Antennenerdung nach der neuen VDE-Norm 0855-300

Vortragender: Thomas Raphael DF4KJ, Mitglied im Normengremium der VDE 0855-300 und im DARC AK Antennenerdung, Blitzschutzexperte des VDE

Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich.

QSP de Klaus, DL8MEW

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